Conversion Optimization: Bildschirmauflösung beachten

Optimization Geschrieben von Bettina Frey

Nach dem letzten Conversion-Optimierungstipp „Nicht dem Bauch vertrauen“ folgt heute der dritte Tipp, mit dem Sie schrittweise zum Conversion-Optimierungsprofi werden: Bildschirmauflösung beachten!

Bettina Frey

Consultant Conversion Optimization

Conversion Optimization: Bildschirmauflösung beachten

„Mobile ist nicht so wichtig — unsere Kunden benutzen kein Mobile.“ Diesen Satz haben wir schon mehrmals gehört. Ganz oft nutzen die Kunden es dann aber doch, gerade um sich unterwegs noch schnell zu informieren oder sich das gewünschte Produkt vorab schon mal anzusehen. Dank den hochauflösenden Displays der heutigen Smartphones und Tablets ist die Darstellung von aufwendigen Webseiten heutzutage auch kein Problem mehr. Eine Website im responsive oder adaptiven Design ist eine einfache Lösung mit großer Wirkung.

Mobile Geräte werden immer wichtiger. Fast jeder hat ein Smartphone bei sich, womit Webseiten jederzeit und überall aufgerufen werden können. Das zeigt auch die Erhebung von statista.de, wonach 2016 das Smartphone erstmals den Laptop bei der Internetnutzung überholt hat.1 Jedes neue TV-Gerät und jede Spielkonsole ermöglicht das Surfen im Internet. Sogar im Auto können Sie beispielsweise mit Command Online von Mercedes oder Connected Drive von BMW im Internet browsen.

In dieser vernetzten Welt ist es auch gut vorstellbar, dass beispielsweise ein Inspekteur bei der Arbeit in der Werkhalle für den Ersatz eines Verschleißteiles kurz das Internet befragt und dabei in Ihrem Webshop surft. Wenn das Ersatzteil bei Ihnen schnell gefunden wird und Ihre Seite dann auch noch angenehm zu benutzen ist, haben Sie schnell einen neuen Kunden gewonnen – auch wenn der Artikel letztendlich vom Chef im Büro über einen 50-Zoll Monitor bestellt wird.

 

 

Ein solches Beispiel zeigt: Egal mit welchem Gerät Sie im Internet surfen, die Seite muss auf jedem Device gut bedienbar sein. Auch auf dem Smartphone muss der Nutzer alle Elemente mit seinem Finger bedienen können, ohne dass er das Smartphone aus der Hand legen oder anstelle der Interaktion mit nur einer Hand plötzlich mit beiden Händen arbeiten muss. Zudem sollten alle Elemente ohne großen Zoom-Aufwand sichtbar und alle Aktionsbuttons groß genug sein, um sie mit einem Finger-Klick bedienen zu können.

Obwohl dies für das Webdesign als Grundlage gelten sollte, ist in der mobilen Internetwelt heutzutage eines immer noch Gang und Gäbe: Die Miniaturvariante der Desktopversion. Bei diesen Webseiten ist eine starre und fest vorgeschriebene Größe der Webseite gegeben. Damit Sie als Nutzer aber auf einem so kleinen Display überhaupt in der Lage sind, etwas entziffern zu können, müssen Sie die Webseite heranzoomen und wie mit einer Lupe nach den gewünschten Inhalten suchen. Dabei passiert es nicht selten, dass Sie aus Versehen einen Link geklickt haben und sich auf der nächsten Miniaturseite wiederfinden. Wirklich frustrierend kann es werden, wenn gewisse Aktionen auf der Seite dann gar nicht erst funktionieren oder einen unerwünschten Effekt hervorrufen, da bei der Programmierung der Webseite der Bedienung über ein Touch Display keinerlei Aufmerksamkeit gewidmet wurde. Die Folge davon ist meist der Absprung des Besuchers, der sich nach einer neuen Seite umsieht, die seinen Bedürfnissen stärker entspricht. Sollte dem User diese dann auch noch eine ansprechendere und leicht zu bedienende Lösung bieten, dann wird er nicht mehr zur ursprünglichen Webseite zurückkehren.

Es potenziellen Kunden unabhängig vom verwendeten Gerät ermöglichen, mal schnell und frustfrei etwas online nachschauen zu können, ist ein klarer Vorteil, den Sie mit Ihrer neuen Seite der Konkurrenz voraushaben sollten. Das können Sie mit einer responsive angelegten oder adaptiven Webseite erreichen. Das Ziel sollte sein, dass Besucher sich durch eine intuitive Navigation problemlos zurecht finden und wichtige Inhalte auf den ersten Blick ins Auge springen. Dadurch ermöglichen Sie Ihren Nutzern, sich jederzeit und überall über Ihr Produkt zu informieren und zu kaufen. So wird aus dem Nutzer am Ende ein Kunde – vielleicht sogar ein Stammkunde.

 

1. [Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/222914/umfrage/genutzte-internetzugaenge-in-deutschland/]