Google Search Console zeigt jetzt auch Instagram, TikTok, X und YouTube

Optimization Geschrieben von Christoph Spannagel

Christoph Spannagel

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Google Search Console zeigt jetzt auch Instagram, TikTok, X und YouTube

Google baut die Search Console konsequent über die klassische Website hinaus aus. Mit den neuen Platform Properties lässt sich ab sofort messen, wie die eigenen Social- und Video-Inhalte auf Instagram, TikTok, X und YouTube in der Google-Suche und in Discover performen. Angekündigt wurde das Feature am 07.07. im Search Central Blog. Die Neuerung baut auf einem Experiment aus Dezember 2025 auf, bei dem Google erstmals Social-Kanal-Daten testweise in die Search Console integriert hat.

Was ist neu?

Bisher war die Search Console fest an eine verifizierte Website gebunden. Mit Platform Properties öffnet Google das Tool für einen neuen Property-Typ: Statt einer Domain verifizierst du ein Social- oder Video-Profil und bekommst dafür ein eigenes Such-Performance-Reporting. Das Besondere daran: Das funktioniert auch für Creator und Publisher, sogar ganz ohne eigene Website. Für uns als Agentur ist das ein weiteres Signal, dass Google die Grenze zwischen „Website“ und „Content im offenen Web“ zunehmend auflöst, ähnlich wie wir das bereits beim KI-Modus und den AI-Overviews beobachten.

Welche Plattformen werden unterstützt?

Zum Start sind die vier Plattformen Instagram, TikTok, X und YouTube mit dabei. Google kündigt an, den Rollout in den kommenden Wochen schrittweise auszuweiten. Es ist also gut möglich, dass die Option in deinem Search-Console-Konto aktuell noch nicht sichtbar ist (s.u.).

Welche Daten bekommst Du?

Jede Platform Property liefert dieselbe Reporting-Logik, die du aus der klassischen Search Console kennst, angepasst auf Social- und Video-Content:

  • Performance-Report: Klicks, Impressionen sowie Filter- und Sortierfunktionen, um zu sehen, welche Posts und Suchanfragen den meisten Traffic bringen. Die Daten lassen sich wie gewohnt exportieren.
  • Insights-Report: Überblick über aktuelle Traffic-Trends, Deine erfolgreichsten Posts und die Wege, über die Nutzer:innen Dein Profil in der Google-Suche finden.
  • Achievements: Meilensteine, zum Beispiel wenn ein Profil innerhalb von 28 Tagen eine neue Klick-Schwelle aus der Suche überschreitet.

So richtest du eine Platform Property ein

Die Einrichtung folgt dem gewohnten Verifizierungsprozess der Search Console:

  1. Search Console öffnen und zur Property-Auswahl wechseln oder direkt über die Verifizierungsseite gehen
  2. Ggf. auf „Property hinzufügen“ klicken.
  3. Instagram, TikTok, X oder YouTube auswählen.
  4. Den Anweisungen folgen (ein simpler Login), um die Verbindung zu autorisieren.

Sobald das Profil verbunden und verifiziert ist, füllen sich die Reports mit den ersten Daten. Detaillierte Schritte findest du in der offiziellen Google-Hilfe.

Falls die neue Option bereits verfügbar ist, landest du auf folgender Verifizierungsseite:

Verifizierungsseite Social Platform Property

Falls die neue Option in deinem Konto noch nicht verfügbar ist, siehst du an dieser Stelle die klassische Auswahl:

Verifizierungsseite Website Property

In diesem Fall: Nicht verzagen und es in einigen Tagen einfach nochmal versuchen.

Was bringt das für deine Strategie?

Für Content-Creator, Marken und Publisher mit Aktivität über mehrere Kanäle hinweg bringt das einen eindeutigen Mehrwert: Statt die Suchperformance von Social-Kanälen und Website in getrennten Tools zu betrachten, laufen die Suchdaten künftig an einem Ort zusammen. Erst so entsteht auch ein holistischer Überblick darüber, wie die organische Suche für die eigenen Kanäle funktioniert.

Einschränkungen aktuell

  • Der Rollout erfolgt schrittweise über mehrere Wochen. Ist die Funktion in deinem Konto noch nicht verfügbar, heisst das nicht, dass etwas falsch konfiguriert ist.
  • Aktuell werden nur vier Plattformen unterstützt (Instagram, TikTok, X, YouTube). Weitere Netzwerke wie LinkedIn oder Facebook sind bislang nicht dabei.
  • Wie belastbar und granular die Daten im Vergleich zu den nativen Analytics der jeweiligen Plattform sind, lässt sich erst nach den ersten Wochen im produktiven Einsatz seriös beurteilen.

Fazit

Platform Properties sind ein konsequenter nächster Schritt: Google öffnet sein wichtigstes SEO-Tool für Content, der gar nicht auf einer eigenen Website liegt. Für Marken und Creator mit aktiver Social-Präsenz lohnt sich ein Blick in die Search Console, insbesondere wenn es bislang keine verlässliche Sicht darauf gab, wie gut Instagram-, TikTok-, X- oder YouTube-Content in der Google-Suche performt. Wir behalten den Rollout im Blick und melden uns, sobald sich in der Praxis zeigt, wie belastbar die neuen Reports tatsächlich sind.

Fragen dazu oder Unterstützung bei der Einrichtung gewünscht? Meldet Euch gerne jederzeit bei uns.

Quellen: